Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau)

Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon kml » Di 28. Nov 2017, 23:28

Hallo Andreas!

Ob X negativ oder positiv ist, deutet nur drauf hin ob die Blindanteile Kapazitiv oder Induktiv sind, d.h. in welche Richtung die Resonanz der Antenne sich verschiebt.

Das mit der Phase ist vermutlich die Strom- bzw. Spannungsspeisung gemeint, siehe z.B:
http://www.amateurfunk-wiki.de/index.php?title=Strom-_und_Spannungsverlauf_auf_dem_Dipol
Wobei der Messwert in der Gebrauchsanweisung des RigExpert nicht mal erwähnt wird.

Die Möglichkeiten der Optimierung durch mechanische Längenänderung hast du anscheinend ausgeschöpft. Danke auch dafür. :tup:
Weil, falls noch jemand nachbaut, kann er sich das sparen, und gleich am Koax-Kondensator bzw. der Koax-Anpassleitung zu optimieren beginnen.

Und ja, die Menge an Messdaten, macht das ganze nicht übersichtlicher.

Hoffe du bist mit deiner Version zufrieden.

73
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Di 28. Nov 2017, 23:44

kml hat geschrieben:Hoffe du bist mit deiner Version zufrieden.


Besten Dank kml :) ... schön langsam lerne ich Dank Deiner Hilfe den Analyzer zu interpretieren ...

Ob ich zufrieden bin damit wird sich am Samstag zeigen, da findet ja wieder in Wien und Umgebung der Aktivitätsabend statt. Wenn es das Wetter zulässt werde ich meine 7,5m Variante am 12,5m GFK-Mast testen, ausgiebig - hoffe wir hören uns bei dieser Gelegenheit :)

Nochmals Danke und bis dann!

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Sa 2. Dez 2017, 22:53

So, heute war es endlich soweit :) ... hab meinen 7,5m langen Nachbau erfolgreich getestet ... bei -0,5 Grad ... brrrrrrrrr ... hab das Teil also an meinem 12,5m hohen GFK-Mast hochgezogen und an mein 9,15m langes Kabel (HIGHFLEXX7/Ultraflex 7) angeschlossen. Hatte dann auf Anhieb einige nette Gespräche, quer durch halb Wien, mit durchwegs guten Werten :) ... Leider legte der Wind dann immer stärker zu und die Mastspitze begann sich bedrohlich zu biegen :( ... musste dann leider abbauen und meine 215cm lange Firestik (KW7) aufs Autodach schrauben ... meine Gegenstation bescheinigte mir danach dann einen S-Wert von 6 ... vorher hatte ich mit dem Nachbau S9, also rund 3S-Stufen mehr ... ich führe das auf die geringere Antennen-Höhe zurück, sprich dann lediglich 4m statt vorher 12,5m ... oder vielleicht wars doch nicht nur die Antennenhöhe alleine ??

Bild
Volle Auflösung: https://img2.picload.org/image/dridrwir/nachbau_75m.jpg

Auffallend auch wie "ruhig" die Antenne ist, sprich kaum "Störungen" sondern nur leises Rauschen bei dem auch schwache Signale gut rauszuhören sind ... kann aber auch an dem heutigen "Funkwetter" gelegen haben ... eine der schwachen Stationen war mit dem Nachbau problemlos zu verstehen, hingeben mit der Firestik dann nicht mehr (zu leise) ...

Wie auch immer, ich denke mein 7,5m-langer Nachbau ist gelungen und kann zumindest im im CB-Funkbereich mit dem Original mithalten, bin also mehr als zufrieden! :)

Hier noch die Messwerte welche ich dabei ermittelt habe (gemessen nicht am Fußpunkt sondern mit 11,02m * VK 0,83 = 9,15m Kabel):

Bild
Bild
Bild
Bild

In diesem Sinne schönes Wochenende :)

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 3. Dez 2017, 10:07

Um sämtliche "Unklarheiten" bezüglich der Länge von 7,5m auszuräumen hier noch einmal der abschließende "Bauplan" für die CB-Funk-Variante:

Bild
Download (3,2 MB): https://img3.picload.org/image/dridlada ... ter_cb.jpg

Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon ami1 » So 3. Dez 2017, 11:44

Klasse Projekt.

Es heist die maxilale Leistung liegt bei 500W und das schwächste glied der Kette sei der Kondensator aus RG303.
In einem anderem Forum wird dieser gegen RG393 (Teflon) ausgetauscht um eine Max Leistung bei der GM von 1500W PEP zu erreichen.

Wie sieht es beim selbstbau mit der Belastbarkeit aus?
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 3. Dez 2017, 12:53

ami1 hat geschrieben:
Klasse Projekt.

Wie sieht es beim selbstbau mit der Belastbarkeit aus?


Also bis jetzt steckt der Nachbau die 30W (FM) meiner "Grant II Premium" im testweisen Exportmodus problemlos weg, ob noch mehr geht kann (und möchte) ich auch nicht probieren. Natürlich kann jeder in Eigenverantwortung auch das wesentlich dickere+teurere RG393 verwenden, siehe: http://www.worldwidedx.com/threads/1-5- ... on.103100/

Siehe auch:
http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/PTF ... /rg142.htm
http://www.kabel-kusch.de/Koaxkabel/PTF ... rg-400.htm
http://www.dx-wire.de/rg393/u-ptfe-koax ... 0-937.html
https://koaxshop.de/gx2/PTFE-Koaxkabel/RG-393.html

Grüße

Andreas
Zuletzt geändert von Krampfader am So 3. Dez 2017, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon doeskopp » So 3. Dez 2017, 13:07

Krampfader hat geschrieben: ... meine Gegenstation bescheinigte mir danach dann einen S-Wert von 6 ... vorher hatte ich mit dem Nachbau S9, also rund 3S-Stufen mehr ... ich führe das auf die geringere Antennen-Höhe zurück, sprich dann lediglich 4m statt vorher 12,5m ... oder vielleicht wars doch nicht nur die Antennenhöhe alleine ??

Die Gegenstation sollte zu beiden Antennen "Sichtverbindung" haben. Sonst ist ein Vergleich nur schwer möglich. Das geht am besten von einem Berg aus.
Meine Versuche mit einer gestrippten Gainmaster an einem 12m Spiderbeam(vom Berg aus, Bodenwelle) ergaben ca. 2 S-Stufen Unterschied gegenüber meiner Wilson 1000 auf dem Autodach. Das entsprach in etwa dem was ich früher schon mit einer Blizzard unter gleichen Bedingungen erreicht hatte. Zumindest im Nahbereich bis 100km nehmen sich Blizzard und Gainmaster nicht viel. Im DX Bereich hatte ich den Eindruck das die Gainmaster etwas steiler abgeht als die Blizzard. Das alles habe ich allerdings nicht so liebevoll getestet wie ihr das hier gewohnt seid, sondern mich auf das Schätzeisen der Kenwald, mein Gefühl und meine Ohren verlassen...... :lol:
Für Portabelbetrieb ist eine gestrippte GM (Gewicht, Aufbau) erste Wahl, wenn man denn eine Wahl hat.....

Grüße from Doeskopp
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon pömmf » So 3. Dez 2017, 15:26

Moin!

Habe so eine GM nachgebaut und gestern mit Stationen in verschiedenen Entfernungen getestet (10-50Km)
12m Spidermast auf Balkon.
Als Vergleich eine Halbwellen Fuchskreisantenne.

Da bei dem GM Nachbau nirgends sehr hohe Impedanzen auftauchen wie bei einer Fuxkreisantenne (Speisung im Spannungsmaximum) hatte ich einen Vorteil bei der GM erwartet.

Der Test ergab jedoch, dass beide Antennen exakt identische Feldstärken bei allen empfangenden Stationen lieferten. (teils SDR, aufs dB genau)
Der Vorteil der GM ist die bessere QRO Fähigkeit, der der Füxxe das geringere Gewicht und Länge.

Als mechanischen Nachteil der GM Nachbauten zähle ich den hohen Aufwand das ganze wetterfest zu bekommen.

Beim GM Nachbau habe ich die original Längen genommen um ein identisches Strahlungsverhalten zum Original zu erhalten.

Mein Fazit:
Ich bleibe beim Fuchskreis.

73! und weiterhin viel Spass beim Antennenbauen

pömmf
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 3. Dez 2017, 16:25

Hallo pömmf :)

Freut mich dass Du das Teil bereits nachgebaut und sogar schon getestet hast, bist somit offiziell der 1., Gratuliere! :thup: :king:

pömmf hat geschrieben:Der Test ergab jedoch, dass beide Antennen exakt identische Feldstärken bei allen empfangenden Stationen lieferten. (teils SDR, aufs dB genau)

Na ja, das ist ja zumindest schon ein (Teil-)Erfolg. Alles was nicht schlechter ist als eine professionell gebaute Antenne ist schon mal gut. Übrigens, einen schicken Bausatz für eine Fuchskreis gibts um wenig Geld hier:
Bild
Quelle: http://www.qrp-shop.biz/Multiband-Fuchs

pömmf hat geschrieben:Der Vorteil der GM ist die bessere QRO Fähigkeit, der der Füxxe das geringere Gewicht und Länge.

Das stimmt. Mein Gain-Master Nachbau steckt 30W (FM) problemlos weg, bestimmt geht noch mehr. Beim obigen Fuchskreis-Bausatz hingegen ist bei 15W Schluss. Du hast aber schon recht, weniger steife GFK-Masten werden durch das "Gewicht" der Gain-Master ganz schön gefordert, der dicke 2,5qmm-Litzendraht und das relativ schwere H155 belasten den Mast deutlich höher als eine dünne, leichte Antennenlitze wie bei der Fuchskreis ...

pömmf hat geschrieben:Als mechanischen Nachteil der GM Nachbauten zähle ich den hohen Aufwand das ganze wetterfest zu bekommen.

Na ja, der Bauaufwand hält sich in Grenzen, ich hab insgesamt 2,5 Stunden dafür benötigt ... bei der Fuchskreis ist ja auch noch einiges zu tun ;)
Allerdings ist die Wetterfestigkeit ein Problem, das stimmt. Die Verbindungsstellen habe ich zwar sorgfältig (und hoffentlich auch dicht) eingeschrumpft, hingegen meine WC-Papprolle wird es beim ersten Regenguss "zerfleddern" ... allerdings lockt mich bei Regen sowieso niemand hinterm Ofen hervor ;)

pömmf hat geschrieben:Beim GM Nachbau habe ich die original Längen genommen um ein identisches Strahlungsverhalten zum Original zu erhalten.

Interessant wäre hier auch der Vergleich mit der 7,5m langen Variante. Falls sich durch die Verlängerung das Strahlungsverhalten nicht wesentlich geändert hat dann wären ja zumindest "60cm mehr Draht in der Luft"

Wie auch immer: "Wunderantenne" ist die "Gain-Master" natürlich auch keine, zumindest aber offensichtlich nicht schlechter als andere ...

Nochmals Danke für Deinen Erfahrungsbericht!

Grüße

Andreas

PS: Vielleicht berichtet ja noch einer vom Erfolg/Misserfolg seines GM-Nachbaues, würde mich freuen! :)
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon pömmf » Mo 4. Dez 2017, 11:14

Hier meine Version:


Bild
https://picload.org/view/driodwli/gmclone.jpg.html

SWR Abgleich:
Stub länger lassen (ca 80cm)
cm für cm verkürzen. Am Ende den Kurzschluss nicht vergessen.

Der Kondensator in der Mitte kann ein Glimmer Trimmer sein oder ein Stück Teflon Koax von 9-10cm.
Dieser war jedoch relativ unkritisch.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » So 17. Dez 2017, 00:22

So! ... Nach so viel Theorie nun jetzt auch mal ein Bericht aus der Praxis. Hatten heute in Ost-Österreich nämlich wieder mal einen netten Aktivitätsabend :)

Habe mir also in Wien-Kaisermühlen (in der Stadt, hinter den Hochhäusern) einen Parkplatz gesucht, meinen 12,5m GFK-Mast aufgebaut und damit meinen 7,5m langen Gain-Master-Nachbau hochgezogen. Verbindungen in und rund um Wien waren überhaupt kein Problem, teilweise sogar auf Entfernungen zwischen 35km und 65km in die benachbarte Slowakei, siehe Bildschirmkopie

Bild
Quelle: http://www.fotocommunity.de/photo/die-d ... r/33236100

Bild
Quelle: https://www.luftlinie.org

Auffällig war/ist wie "ruhig" die Antenne ist. So gut wie kein QRM zu hören, auch keine sonstigen Störungen. Die Gegenstationen kämpften alle durchwegs mit starkem QRM welches schwache Signale überdeckte. Ich hingegen konnte auch Stationen tadellos verstehen welche lediglich mit S1 rein kamen ... warum ?? ... ist meine Antenne "taub" ?? ... oder "filtert" bzw. "blockt" die Gain-Master Störsignale und lässt nur das Nutzsignal durch ??

Wie auch immer, angeblich haben auch schon andere Nutzer die Erfahrung gemacht dass diese Antenne sehr "ruhig" und trotzdem empfangsstark ist. Aber auch sendemäßig dürfte sie hammermäßig gut sein :)

Bin bis jetzt zufrieden!

Grüße

Andreas
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Mo 18. Dez 2017, 16:36

Nachtrag:

So! Nach längerem Suchen habe ich nun endlich auch ein Kunstoff-Rohr gefunden welches erstens mit 63mm den selben Durchmesser wie meine WC-Papp-Rolle besitzt und zweitens mit EUR 2,37 pro Laufmeter auch recht günstig ist, siehe: https://www.pvc-welt.de/PVC-U-Rohr-63-x-25mm-8-bar

Bild
Quelle: https://www.pvc-welt.de/PVC-U-Rohr-63-x-25mm-8-bar

Damit sollte die Spule dann auch wetterfest sein. Hoffe nur dass das Material (PVC-U) hf-technisch dann nicht wesentlich anders/schlechter ist als Pappe. Mal sehen ...

Die Spule/der Balun ist ja bei der Gain-Master unverzichtbar und sollte eben aus nicht leitendem Material bestehen. Soweit ich das verstanden habe begrenzt die Spule die hf-technische Länge der unteren Dipol-Hälfte welche ja aus der Schirmung des Koaxial-Kabels besteht. Ansonsten würde ja auch die komplette Länge des Zuleitungskabels (z.B. 9m RG-58) mit zur unteren Dipol-Länge dazu zählen, was dann insgesamt natürlich viel zu lang wäre. Ich stelle mir das Laienhaft also wie folgt vor: An der unteren Dipol-Hälfte (mit seinen 3,45m bzw. 3,75m Länge) treten beim Senden massive (und in diesem Fall sogar gewünschte) Mantelwellen auf welche dann durch die Spule eliminiert werden, sprich die Spule dient ab diesem Punkt dann als Mantelwellen-Sperre (und begrenzt somit die Länge der unteren Dipol-Hälfte). Darf ich mir das als Laie in etwa so vorstellen?

Danke und Grüße

Andreas

PS: nebenbei arbeite ich gerade am Layout der beiden kleinen Platinen. Werde sie mir mit Laserdrucker+Bügeleisen selber ätzen, siehe Video: https://youtu.be/NUN-oy2iw2Y
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon wasserbueffel » Mo 18. Dez 2017, 18:17

Krampfader hat geschrieben:Auffällig war/ist wie "ruhig" die Antenne ist. So gut wie kein QRM zu hören, auch keine sonstigen Störungen. Die Gegenstationen kämpften alle durchwegs mit starkem QRM welches schwache Signale überdeckte. Ich hingegen konnte auch Stationen tadellos verstehen welche lediglich mit S1 rein kamen ... warum ?? ... ist meine Antenne "taub" ?? ... oder "filtert" bzw. "blockt" die Gain-Master Störsignale und lässt nur das Nutzsignal durch ??

Wie auch immer, angeblich haben auch schon andere Nutzer die Erfahrung gemacht dass diese Antenne sehr "ruhig" und trotzdem empfangsstark ist.
Andreas


Kann ich bestätigen.
Hatte vorher hier auf dem gleichen Mast am Haus eine A99 und eine Imax 2000 in Betrieb.
Da im Obergeschoss(wohnt mein Sohn mit der Holden) auch viel PC ,Monitore und Routerzeugs steht
hatte ich mit den genannten Antennen immer einen Rauschpegel von S5-S7(je nach Geräten die an waren).
Mit der Gainmaster nur noch bis max. S3,das ist schon ein großer Unterschied.

PLC oder auch DLAN ,sowas haben wir mal ausprobiert,Geräte von Devolo(bekam mein Sohn zum Testen).
Riesiger Unterschied bei den Störungen,kam darauf an welches Gerät man nahm.
Das teuerste(ca 200 Tocken) war das Beste.
Wer gibt das aus???
Ein Gerät aus dem Baumarkt(ca 30 Euro) machte Störungen bis S9+10 !!!

Jetzt haben wir nur noch WLAN,stört viel weniger im CB Band!(und natürlich auch auf KW)

Mal sehen was passiert wenn die elektronischen Stromzähler kommen.
Sollen spätestens bis im Jahre 2021 überall eingebaut werden(solange kann ich ablehnen)
Wehren dagegen kann man sich nicht!!!

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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon pömmf » Di 19. Dez 2017, 09:26

Ich konnte keinen Unterschied zu einer selbstgebauten Fuchskreisantenne (Halbwelle) feststellen, sowohl Sende- als auch Empfangsseitig.

Auch die Empfindlichkeit hinsichtlich manmade noise war identisch.

Das Einzige was ich bei meinen Antennentests feststellen konnte war, dass selbst geringe Höhenänderungen (2-4m) starken Einfluss auf die Leistung aller getesteten Antennen hatten.
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Re: Innovations-Bewerb: Low-Cost "Gain-Master 5/8" (Eigenbau

Beitragvon Krampfader » Di 19. Dez 2017, 11:01

pömmf hat geschrieben:Ich konnte keinen Unterschied zu einer selbstgebauten Fuchskreisantenne (Halbwelle) feststellen, sowohl Sende- als auch Empfangsseitig.

Auch die Empfindlichkeit hinsichtlich manmade noise war identisch.

Das Einzige was ich bei meinen Antennentests feststellen konnte war, dass selbst geringe Höhenänderungen (2-4m) starken Einfluss auf die Leistung aller getesteten Antennen hatten.


Hallo pömmf

Offensichtlich ist es bei der Gain-Master wichtig dass sie möglichst frei steht und einen gewissen Mindestabstand zum "Boden" aufweist. Sirio empfiehlt hier mindestens 3m Abstand zum Boden, sprich die Antennenspitze befindet sich dann in rund 10m Höhe. Meinen 7,5m langen Nachbau hatte ich am Samstag an meinem 12,5m hohen GFK-Mast hochgezogen, das untere Ende der Antenne (sprich die Spule) befand sich demnach 5m über Grund. Weiters stand ich auf einem relativ freien Parkplatz, nur ein paar Bäume waren in der Nähe, siehe rote Markierung (das Kreuz) auf folgendem Foto:

Bild
Volle Auflösung: https://img1.picload.org/image/ddgollai/standort.png
Quelle: https://www.google.at/maps/@48.2174911, ... a=!3m1!1e3

Nach dem Aufbauen und Einschalten meiner "Grant II" hatte ich ein QRM von Null (in Worten 0). Nur ein leises, sanftes Rauschen war zu vernehmen. Ich dachte daher anfänglich an einen Antennen-Defekt meines Nachbaues. Eine Analyse mit meinem "AA-35 ZOOM" ergab jedoch keinerlei Auffälligkeiten, es war alles soweit ok. Die ersten Gespräche bestätigten mir dann die ordnungsgemäße Funktion der Antenne. Einige der Stationen in und um Wien schlugen mit S9 und mehr auf, andere nur mit S5 und weniger, ich selbst war im Gegenzug angeblich überall gut zu hören. Die Station in den kleinen Karpaten (65km) konnte ich teilweise nur mit S1 aufnehmen, trotzdem war die Verständlichkeit überraschend gut. Lediglich bei sehr schwachen Stationen (bei denen kein S-Wert mehr angezeigt wurde) hatte ich Probleme mit der Entschlüsselung.

Diese Eigenschaft ist mir aber auch schon mit der Original-Gain-Master aufgefallen, "ruhig" aber nicht "taub". Führte es aber bis jetzt immer auf ein ruhiges Funkwetter zurück. Ich komme aber immer mehr zu dem Schluss dass es an der Bauart liegen muss. Aber auch an der Art der Aufstellung (möglichst hoch und frei). Wie bereits erwähnt, andere Stationen hatten teilweise ein hohes QRM, ich eben nicht ...

Hier noch einige andere Beispiele die dies bestätigen:
Zitat: "Geringes Qrm-Hintergrundrauschen deutlich gedämpft im Vergleich zu Turbo", Quelle: https://translate.google.de/translate?s ... edit-text=
Zitat: "Again the Gain Master cuts through the Russian QRM and makes the trip to our friend Andi", Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=y1MfH2uXggQ

Ich werde im Jänner mit befreundeten CB-Funk-Kollegen meinen Prototypen nachbauen. Wir werden uns dabei genau an den "Bauplan" halten, was Material und Abmessungen betrifft. Und dann werden wir überprüfen ob die Ergebnisse reproduzierbar sind. Vielleicht war/ist ja mein Nachbau nur eine zufällig geglückte "Eintagsfliege", bin gespannt und werde berichten ...

Grüße

Andreas
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