Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Länge!

Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Schimaere » Sa 2. Sep 2017, 18:08

Danke Klaus - dann war mein Ansatz also schon mal nicht falsch. :tup:
Bis auf den Verkürzungsfaktor von 0,66 bei Koax natürlich . Hatte ich verpeilt - war kurzzeitig blöd von 0,95 ausgegangen und dachte ich könnte es wegignorieren. :rolleyes:
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Krampfader » So 3. Sep 2017, 16:04

Folgende neuen Erkenntnisse:

Habe heute versuchsweise mal zwei 2,75m lange Drahtradiale angeschlossen und laut folgendem Foto abgespannt:



Große Bilder:

https://picload.org/view/rwwrpacw/img_0007.jpg.html
https://picload.org/view/rwwrpaci/img_0025.jpg.html
https://picload.org/view/rwwrpair/img_0027.jpg.html

Mit dem 5,5m langen RG58-Kabel liefert diese provisorische Antennen-Konstruktion folgendes SWR:

Kanal: 01 / 20 / 40 ... SWR: 1,20 / 1,05 / 1,20

Habe mir dann extra noch zusätzlich ein exakt 3,60m langes Kabel angefertigt, ebenfalls RG58. Hab dann nur das Kabel getauscht und damit folgende Werte erhalten:

Kanal: 01 / 20 / 40 ... SWR: 1,40 / 1,40 / 1,70

Es ist halt schon auffällig dass ich ausnahmslos mit dem 5,5m langen Kabel immer die niedrigsten SWR-Ergebnisse erhalte, sei es jetzt am Balkon oder auch am Autodach, egal mit welcher Antenne ... warum ??? ... offensichtlich stimmt mit dem Kabel etwas nicht ... oder die Empfehlung vom Hersteller firestik.com ist nicht ganz falsch dass man immer mit einem 5,5m Kabel arbeiten soll, siehe 3 Frage von oben: http://www.firestik.com/FAQ.htm

Weiters hab ich bemerkt dass die beiden Sonnenschirme "mitspielen". Stelle ich die Schirme woanders hin (z.B. weiter weg) dann wird das SWR wieder schlechter ...

Insgesamt aber eine unbefriedigende "russische" Konstruktion :(

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon DD1GG » Mo 4. Sep 2017, 05:19

Andreas, ich gebe Dir einen einfachen Rat, wende Dich mal an Markus Neuner oder Jörn Benson hier im Forum, die ganzen Spezialisten hier haben gute Ratschläge, ich bezweifele deren Erfolg .

Markus kann wohl nicht nach AT versenden, bei Antennen weiss ich das nicht. Zumindest bekommst Du eine plug and play Lösung.

Alternativ ginge eine Loop, da würde ich fast wetten, dass sie funktioniert und weiterhin, dass da ein bissl mehr zu hören ist, als mit irgendwelchen abendteuerlichen Konstrukten.

73´s
Peter
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon gernstel » Mo 4. Sep 2017, 08:41

Und nochmals danke fürs Experimentieren und Teilhabenlassen!

Ähm... SWR misst man eigentlich möglichst direkt an der Antenne, was zugegebenermaßen unkomfortabel ist. Also mit einem möglichst deutlich kürzerem Kabelstückchen angeschlossen.

Wenn die Antenne nicht genau 50 Ohm und reelle Impedanz hat, transformiert so ziemlich jede Kabellänge außer eben der Lambda/Halbe mal Verkürzungsfaktor.

Und wenn das 5,5*0,66 m = 3,6 m sind, dann sind 5,5 m fast genau Lambda 3/4 und damit wieder eine "magische" Länge, was die Transformation angeht. Dazu kommt weitere Magie: Als Radial betrachtet hat das Anschlusskabel dann eben doch noch seine 5,5 m Länge und wäre damit hochohmig im Anschlusspunkt.

Wenn Du übrigens mit Drahtantennen experimentierst, spricht auch nichts dagegen, das Koaxialkabel über den Balkon hinauszuführen und erst außerhalb des Störnebels des Hauses den Strahler anzuschließen und einen lose mit leichtem Abstand parallel zum Speisekabel zurück führendes Radial als Gegengewicht. Könnte mit Angelschnur im Baum und RG-174 auch relativ dezent sein.

Übrigens interagiert auch so ein Gegengewicht bzw. Radial mit seiner Umgebung und sollte daher immer in etwas Abstand zum Boden, zu Wänden usw. aufhören und ist ggf. auch noch abzustimmen. Drähte stimmt man vorteilhaft durch enges "Zurückfalten" an der Spitze ab, statt einfach nur abzuschneiden.
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon hf-doktor » Mo 4. Sep 2017, 10:17

DD1GG hat geschrieben:Andreas, ich gebe Dir einen einfachen Rat, wende Dich mal an Markus Neuner oder Jörn Benson hier im Forum, die ganzen Spezialisten hier haben gute Ratschläge, ich bezweifele deren Erfolg . ...


Sehe ich auch so.

Jede Bommerang -ob die kurze oder ungekürzte λ¼ Version- funktioniert besser als dieses hinsichtlich Anpassung nicht definierte Drahgefrickel. Denn die wurden explizit für den Balkonbetrieb entzwickelt bzw. zugeschnitten. Bekommt man auch in Österreich, evtl. sogar direkt im Wiener Raum.

Ohne Antennenanalysator wird das ansonsten nix. Die einfachen für diese "Selbsterfahrungstests" sind völlig ausreichendend, Geräte kosten inzwischen nicht mehr als ein durchschnittliches SWR Messgerät in der unteren/mittleren Preisklasse.
Ein SWR Meter reicht nicht aus.

Ist in etwa so, als würde ein TÜV-Prüfer versuchen, den Abgastest mit einen Zollstock (Gliedermasstab) durchzuführen...
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon 13CT011 » Mo 4. Sep 2017, 13:09

hf-doktor hat geschrieben:...Ist in etwa so, als würde ein TÜV-Prüfer versuchen, den Abgastest mit einen Zollstock (Gliedermasstab) durchzuführen...


5/9 :thup: Einen treffenderen Vergleich hätte ich auch nicht gefunden :D
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Krampfader » Mo 11. Sep 2017, 08:51

Kurzer Zwischenbericht

Konnte jetzt schon einige nette Gespräche vom Balkon aus führen (ohne Drahtradiale), je nach Richtung bin ich durch halb Wien zu hören, oder eben auch nur wenige km weit. Empfangsmäßig ähnlich, je nach Richtung guter Empfang, dann wieder ist die Antenne komplett taub ...

Habe aber jetzt ein anderes Problem: drücke ich die PTT-Sendetaste bei laufendem Digital-SAT-Receiver (Technistar S1) so stürzt dieser brutal ab und bootet neu, sprich das Fernsehbild ist für einige Zeit weg bis der Receiver wieder hochgefahren ist :(

Was könnte die Ursache sein ??? ... vielleicht dass CB-Funk-Antenne (Sirio Twin Log 5) und die SAT-Antenne (Selfsat H21D2) zu nahe und/oder am selben Geländer montiert sind ??? ... hier zu sehen: https://img2.picload.org/image/rwpwrdla/img_9976.jpg

Der "Technistar S1" aber auch die SAT-Flachantenne (siehe: http://www.selfsat.ch/SelfsatH21D2.htm ) spielt an sich sonst seit Jahren völlig problemlos und zuverlässig!

Befürchte nun dass nicht nur mein Receiver aussteigt sonder auch welche in der Nachbarschaft, wäre dumm!

Was tun ???

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon chemic » Mo 11. Sep 2017, 11:50

Hallo Andreas, zu deinem Problem:

Eigentlich sollte das nicht passieren! Ich gehe jetzt mal von AM/FM mit 4 Watt Ausgangsleistung aus.

Ich hatte mal eine Mobilantenne direkt über meiner Sat Schüssel angebracht, das lief ohne Probleme.

Liegt jetzt alles im Bereich der Vermutung, möglich wäre aber z.B. eine Einstrahlung in den TV Receiver
über einen USB Port. Ähnliches Verhalten hier bei meinem Sony TV, wenn ich hier mit meiner Firestik
über Magnetfuß an der Heizung arbeite, dann zeigt mein TV an: "Dieses USB Gerät wird nicht unterstützt".
Je nach Länge des Durchgangs bootet mein TV dann auch neu. Mit meiner Mag Loop passiert das nicht.

Ansonsten mal die Qualität deiner Sat Kabel überprüfen, evtl. strahlt die HF ja auch darüber ein, oder
der Technistar S1 ist da besonders empfindlich. Wenn du gut mit deinen Nachbarn klar kommst, würde
ich an deiner Stelle einfach mal austesten, ob es auch deren Sat Receiver betrifft. Es wäre doch besser,
da Gewissheit zu haben, oder nicht?
Yaesu FT-817ND @ BTV MLA-M / Locator: JO41WM / Call: 13FB215
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon hf-doktor » Mo 11. Sep 2017, 14:12

Krampfader hat geschrieben:Kurzer Zwischenbericht

Konnte jetzt schon einige nette Gespräche vom Balkon aus führen (ohne Drahtradiale), je nach Richtung bin ich durch halb Wien zu hören, oder eben auch nur wenige km weit. Empfangsmäßig ähnlich, je nach Richtung guter Empfang, dann wieder ist die Antenne komplett taub ...

Habe aber jetzt ein anderes Problem: drücke ich die PTT-Sendetaste bei laufendem Digital-SAT-Receiver (Technistar S1) so stürzt dieser brutal ab und bootet neu, sprich das Fernsehbild ist für einige Zeit weg bis der Receiver wieder hochgefahren ist :(

Was könnte die Ursache sein ??? ... vielleicht dass CB-Funk-Antenne (Sirio Twin Log 5) und die SAT-Antenne (Selfsat H21D2) zu nahe und/oder am selben Geländer montiert sind ??? ...

Befürchte nun dass nicht nur mein Receiver aussteigt sonder auch welche in der Nachbarschaft, wäre dumm!
....


Ich hatte bereits mehrmals geschrieben, das deine Antenne ohne HF-Gegengewicht nicht funktionieren kann.
Ebenso, das dadurch dein Kabel strahlt und das es zu Störungen (Direkteinstrahlung) anderer Geräte kommen kann.

Nun hat sich das bei dir bestätigt.
Also darfst du dich über solche -vorprogrammierten und selbstgemachten- Probleme nicht wundern.
Geh davon aus, das andere Geräte in den Nachbarwohnungen hier ebenfalls Probleme bekommen. Vllt dann nicht unbedingt der Satreceiver, das kann auch direkt z.B. in die Steroanlage einstrahlen. Die Lautsprecherkabel zu den Boxen sind u.U. ideale Antennen.

Hab das ja nicht zum Spass geschrieben...
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Yaesu FT857D » Di 12. Sep 2017, 00:13

Krampfader hat geschrieben:
hier zu sehen: https://img2.picload.org/image/rwpwrdla/img_9976.jpg

Andreas

Nur mal für die "Blitzschutzexperten" unter den Forenusern (Ausnahme u.a. Dipol):
Betrachtet euch mal das Bild von Krampfader und besonders das darauf zu sehende Nachbarhaus mit der gelben Aussenwand.....
DAS ist eine korrekte Blitzschutzanlage!
Oben auf dem Dachfirst läuft ein umlaufendes Fangstangenarsenal, mit eingebunden die Dachfenster, Dachgauben (ebenfalls mit Fangstangen),
Dachrinnen und eine Ableitung an jeder Endseite des Hausdaches, in Richtung Strasse runter!
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon funkfan » Mi 13. Sep 2017, 15:26

mach dir einen ausleger aus einer alten dachlatte das du von der hauswand und dem geländer wegkommst dann machste deine antenne oben drauf befestigst das radial am antennenfuß und läßt es frei herunterhängen. das radial kürzt du auf 2,61m ein! schau das der ausleger mindestens 1m von der hauswand weg ist. dann haste einen stehenden dipol. wickele das koaxkabel im speisepunkt der antenne auf zu einer kabeldrossel mindestens 10 windungen auf ein rohr von 5 bis 10 cm drurchmesser ist nicht so kritisch!! führe das koaxkabel die ersten meter bis zur balkontür horizontal und du wirst sehen auf einmal geht deine antenne. und du brauchst auch kein hochwertiges meßequipment um ein solch einfaches antennengebilde in resonanz zu bringen. wie haben wir das früher gemacht? jaja ich weiß heute findet auch keiner mehr den weg ohne navi nur wer noch ne karte lesen kann!! aber wer kann das heute schon noch. :wave:
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