Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Länge!

Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Skipper 330 » Do 31. Aug 2017, 16:17

Hallo Andreas,

am Samstag, 1. im Monat, wäre nach MacGyver wieder Aktivität. Außerdem ist SSB Contest.
Werde irgendwo bei Bratislava so ab ca. 18:00 mal wieder aufschnorcheln. Auch ein neuer Geheimschnorchel will getestet werden.
Bist dabei?

73 Andreas
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Krampfader » Do 31. Aug 2017, 17:08

Na klar Andreas, bin Samstag Abend dabei! :)

Schöne Grüße

Andreas (Vespa_300)
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon DH1FAD » Do 31. Aug 2017, 17:52

Aber erst am Anfang. Wenn man das Grundprinzip bzw. die Funktion einer solchen (Monopol-/Marconi-)Antenne nicht verstanden hat, wird das nüschte
Try&Error Versuche werden mit der Zeit frustrierend, aber auch kostspielig.



in der Anfangszeit meiner 10m-FM-Aktivität Mitte der 80er hatte ich ein billiges OBI-Metallregal unter Dach (für diversen Abstellkram), und nutzte das als Gegengewicht für einen 2m50 langen Draht als Strahler (SWR 1 zu 1,2). Die Dach-Unterhaut war natürlich nichtleitend, sonst geht eh nix...
9+ quer durch Europa mit 4 Watt, teilweise besser als mit der freistehenden L/2 draußen auf dem Balkon (die nannte sich damals "City-Star").

Deswegen schrieb ich ja den Appell zu mehr Mut zum Basteln.... :D
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Krampfader » Fr 1. Sep 2017, 08:05

DH1FAD hat geschrieben:Deswegen schrieb ich ja den Appell zu mehr Mut zum Basteln.... :D


Also, zu wenig Mut zum Basteln kann man mir nicht vorwerfen ;) ... siehe mein "Notfunkgerät", siehe: viewtopic.php?f=2&t=37268&hilit=notfunkgerät


Volle Auflösung: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads ... x1sozw.jpg

Und hier was aus meinem früheren Leben (vollständige Eigenentwicklung): https://www.youtube.com/watch?v=E5ZKKOCVEbg

Nun aber zurück zum Thema: eine 2,50m lange Drahtantenne könnte ich am Balkon nur waagrecht spannen, oder maximal ein wenig schräg. Die lichte Höhe zum Metall des ober mir liegenden mit Lochblech großflächig verkleideten Balkongeländers beträgt lediglich 164 cm ... was also tun?

Danke und Grüße

Andreas
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon pom » Fr 1. Sep 2017, 09:22

Krampfader hat geschrieben:Die lichte Höhe zum Metall des ober mir liegenden mit Lochblech großflächig verkleideten Balkongeländers beträgt lediglich 164 cm ... was also tun?


Da Du die Quadrokopteridee offenbar verworfen hast, :lol:
Bild
Diese Konstruktion mit einer vernünftigen Masse versehen, ein oder zwei abgelängte Kupferkabel statt undefiniertem verzinktem Stahlgeländer, das obendrein noch schlecht geerdet ist.
Einen längeren Strahler drauf und ihn schräg stellen, gerne so 30° vom Haus weg. Dieser Balkon ist ja quasi ein Erdloch für Deine Antenne.

Ahoi
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon DD1GG » Fr 1. Sep 2017, 12:57

Loop?
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Krampfader » Fr 1. Sep 2017, 16:52

pom hat geschrieben:Einen längeren Strahler drauf und ihn schräg stellen, gerne so 30° vom Haus weg. Dieser Balkon ist ja quasi ein Erdloch für Deine Antenne.


Pom Du bist wirklich ein Genie! ... zumindest hast Du mich auf eine Idee gebracht: vor meinem Balkon steht ein hoher Baum. In ca. 4m Entfernung befindet sich unter 45 Grad schräg nach oben eine Astgabel. Ich könnte nun mittels meiner 6m-langer Angelrute um diese Astgabel ein Tropfenform-Blei-Gewicht (aus dem Angelzubehör) fädeln welches an einer unscheinbaren und trotzdem festen Nylon-Angelschnur senkrecht nach unten baumelt bzw. hängt. Das andere Ende der Angelschnur ist vorerst an meinem Balkongeländer festgebunden. Mit Hilfe dieser Angelschnur und dem Gewicht könnte ich nun einen dünnen (und ebenfalls für die Nachbarn unscheinbaren) Lackdraht in Richtung Astgabel spannen ... 3,5m lang und unter 45 Grad. Bauanleitung für diese Balkon-CB-Drahtantenne gäbe es hier: http://www.dl2jas.com/antennen/cb_balkon/cb_balkon.html

Ich denke das könnte damit klappen, zumindest besser als mit der kleinen 60cm-LKW-Antenne ... was mein Ihr ?

Danke und Grüße

Andreas

PS: Die Frage ist nur wie dick bzw. dünn muss der Draht mindestens sein um nicht gleich abzufackeln? (mal angenommen bei 30W) ???
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Skipper 330 » Fr 1. Sep 2017, 17:38

Hallo Andreas,
das war auch mein Gedanke als ich dein letztes Bild sah. Eine City Windom, 80-10 m, Länge 40 m!
Betreffend Antennendraht hab ich für meine 1/4 GP 2,5 mm (Quadrant) Lautsprecherkabel vom Obi genommen.
Geht super!
Wenn es sich mit der Zeit nicht dehnen soll, es gibt spezielle Drähte mit Stahllitze Bsp. bei Wimo oder Spiderbeam.
https://www.spiderbeam.com/product_info.php?info=p241_CQ-534%20Antennen-Litze%20(AWG%2026).html&XTCsid=25ffd4a9d0b645e9b6b211e60c6c5b12
Schräg auf den Baum geschossen, den grünen gegenüber, machst damit DX. Und keinem fällt es auf :lol:

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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon ultra1 » Fr 1. Sep 2017, 18:16

Hallo Alle .

Als Antennendraht geht super : Die unreißbaren Wäscheleinen mit Stahlseil in der Kunststoffummantelung.
Preiswert, HF-tauglich, stabil .
Selbst getestet.

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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon pom » Fr 1. Sep 2017, 19:37

Krampfader hat geschrieben:Pom Du bist wirklich ein Genie! ... zumindest hast Du mich auf eine Idee gebracht: vor meinem Balkon steht ein hoher Baum.

Drüber reden hilft. Mit etwas Fantasie entsteht dann die zündende Idee.
Kannst Du auch etwas mehr Draht unterbringen? Dann böte sich eventüll eine EFHW oder Fuchsantenne an. Die benötigen keine Radials.

Ahoi!
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon DH1FAD » Fr 1. Sep 2017, 22:32

hier gibt´s viele Tipps:

http://www.dl2jas.com/antennen/antennen ... edanz.html

möglicherweise (falls der Baum etwas weiter entfernt ist) wäre die 0,74L - Antenne eine Möglichkeit,
und das bei nahezu idealer Anpassung mit dem Balkongeländer als Gegengewicht.
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Krampfader » Sa 2. Sep 2017, 12:52

So, heute Vormittag ein weiterer Versuch, diesmal aber mit einer "Siri Twin-Log 5" (ca. 150cm) , siehe: https://www.pmr-funkgeraete.de/Funkgera ... 11373.html

Habe dazu das Befestigungsblech einfach nach unten gebogen sodass die Antenne nun 45 Grad geneigt nach außen ragt. Mit meinem 5,5m langen "Spezialkabel" gelang mir dann auch eine recht brauchbare Abstimmung, SWR wie folgt: Kanal 01 / 20 / 40 = 1,65 / 1,60 / 1,65 ... Mit anderen Kabeln bzw. Längen (3,2m bzw. 10m) stieg das SWR dann wieder auf 2,50 :( ... Es ist schon seltsam dass ich ausnahmslos mit meinem 5,5m-Kabel immer die besten SWR-Ergebnisse erhalte, egal welche Antenne, egal welcher Montageort ... irgendetwas muss anders sein bei diesem Kabel, nur was ???

Wie auch immer, vielleicht ergibt sich ja heute Abend die Möglichkeit die Antenne auch im Gespräch mit anderen zu testen ... mal sehen ...

Fotos:



https://picload.org/view/rwpwrdla/img_9976.jpg.html
https://picload.org/view/rwpwrdll/img_9981.jpg.html
https://picload.org/view/rwpwrdli/img_9993.jpg.html

Grüße

Andreas

PS: mittels Bajonett-Verschluss am Antennefuß lässt sich die Antenne in Sekunden montieren/demontieren, bei Nichtgebrauch muss man ja die Nachbarn nicht unnötig beunruhigen ;)
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Skipper 330 » Sa 2. Sep 2017, 13:05

Warum die Nachbarn beunruhigen???
Häng doch eine kleine rot/weiß/rot dran :)

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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon Schimaere » Sa 2. Sep 2017, 16:36

Krampfader hat geschrieben:Mit anderen Kabeln bzw. Längen (3,2m bzw. 10m) stieg das SWR dann wieder auf 2,50 :( ... Es ist schon seltsam dass ich ausnahmslos mit meinem 5,5m-Kabel immer die besten SWR-Ergebnisse erhalte, egal welche Antenne, egal welcher Montageort ... irgendetwas muss anders sein bei diesem Kabel, nur was ???


Bin leider kein Ingenieur und seit der Prüfung ist auch schon wieder etwas Zeit vergangen, ich würde es mir aber wie folgt erklären:

Durch die suboptimale Montageposition am Balkon (kapazitative Belastung) hast du im Speisungspunkt der Antenne keine Impedanz von 50 Ohm mehr.

Die Antenne mag zwar gut abgestimmt und auf den entsprechenden Frequenzen resonant sein,
wenn aber die Impedanz ungleich 50 Ohm ist und du ein 50 Ohm Koaxkabel verwendest, findet eine Impedanztransformation statt.

Diese Transformation selbst ist immer von der Frequenz und der Leitungslänge abhängig. Man verwendet so beispielsweise Lambda/Viertel Leitungen mit unterschiedlichen Wellenwiederständen um "unpassende" Antennfusspunktimpedanzen an die 50 Ohm des Funkgerätes anzupassen.

Ist die Leitungslänge des Antennenkabels aber genau Lambda/2 findet keine Transformation statt - dann ist Eingangsimpedanz gleich Ausgangsimpedanz.

Bei 11m sind 5,5m genau Lambdahalbe - somit herrschen dann bei dir bei diesem Kabel am Speisepunkt die gleichen Verhältnisse wie am Funkgerät.
Vermutlich ist diese "massakrierte "Impedanz durch die schlechte Montage aber immer noch besser als das was rauskommt, wenn du andere Kabellängen verbaust, die dann die Impedanz auf völlig undefinierte Werte transformieren.

Möglicherweise irre ich auch - aber wir haben hier ja so schlaue Leute, dass in diesem Fall bestimmt gleich einer sein Veto einwirft und sich über die geballte Inkompetenz der anderen lustig macht.
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Re: Kann es kaum fassen: Balkonantenne mit lediglich 60cm Lä

Beitragvon hf-doktor » Sa 2. Sep 2017, 17:05

Schimaere hat geschrieben:
Krampfader hat geschrieben:Mit anderen Kabeln bzw. Längen (3,2m bzw. 10m) stieg das SWR dann wieder auf 2,50 :( ... Es ist schon seltsam dass ich ausnahmslos mit meinem 5,5m-Kabel immer die besten SWR-Ergebnisse erhalte, egal welche Antenne, egal welcher Montageort ... irgendetwas muss anders sein bei diesem Kabel, nur was ???


Bin leider kein Ingenieur und seit der Prüfung ist auch schon wieder etwas Zeit vergangen, ich würde es mir aber wie folgt erklären:

Durch die suboptimale Montageposition am Balkon (kapazitative Belastung) hast du im Speisungspunkt der Antenne keine Impedanz von 50 Ohm mehr.



Die Deknanstösse/Stichworte habe ich schon einige Beitrage zuvor angesprochen. Die entsprechende rote Lampe ist nicht angegangen, trotz -wenn auch gut gemeint- einiger mehr oder weniger hilfreichen, praxisfremden Tipps...

Ist die Leitungslänge des Antennenkabels aber genau Lambda/2 findet keine Transformation statt - dann ist Eingangsimpedanz gleich Ausgangsimpedanz.

Bei 11m sind 5,5m genau Lambdahalbe - somit herrschen dann bei dir bei diesem Kabel am Speisepunkt die gleichen Verhältnisse wie am Funkgerät.
Vermutlich ist diese "massakrierte "Impedanz durch die schlechte Montage aber immer noch besser als das was rauskommt, wenn du andere Kabellängen verbaust, die dann die Impedanz auf völlig undefinierte Werte transformieren.


Bei Lambda halbe schon, aber unter berücksichtigung des Verkürzungsfaktors. Also rund 3,60 wäre die Länge für die exakte Spiegelung der Fusspunktverhältnisse. Bei 5,5 Meter Kabellänge transformiert die Leitung nur i-welche "geschönte" SWR Werte, die nichts über die tatsäche Anpassung(sschwäche) aussagt.

Bei etwas weniger Kabellänge als 3,6 m wurde ein SWR um 2,5 ermittelt.... was sagt uns das, ausser dass das mehr als suboptimal ist?

Zuerst die Fusspunktverhältnisse optimieren bzw. Antenne bei rund 50 Ohm in Resonanz bringen.
- aussreichend Massefläche als Gegengewicht scheidet sicherlich aus... das bisschen Geländer ist auf jeden Fall viel zu wenig
- 1-2 resonannte Radials fehlen dort direkt am Speisepunkt... die einsame Antenne "sieht" ihre 2. Dipolhälfte nicht und kann somit nicht gescheit funktionieren
- alternativ wäre ein sog. "Radialstub" aus RG58 ebenfalls möglich > λ¼ x VK mit kurzgeschlossenem Ende
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