Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon sunrise16v » Fr 7. Apr 2017, 08:17

Hallo werte Funkergemeinde,

ich besitze eine Albrecht GPA 27 Lambdahalbe Stationsantenne. Es ist die Version ohne Radiale.

Ich habe selbige momentan testweise an eine Holzwand am Dach geschraubt, sie ragt damit direkt überlass Haus hinaus.

Leider ist der Empfang aber absolut miserabel, Stationen, die ich im Auto mit einer kurzen T27 noch mit Radio 2-3 höre, kann ich mit der GPA27 teilweise nichtmal erahnen :-(

Am Empfänger liegt es nicht, das ist eine 5890, die im Auto einwandfrei spielt und auch lauscht :lol:
Auch das Kabel habe ich schon ausgeschlossen, indem ich mit einem 30 cm Stück direkt an die Antenne gegangen bin. Gleiches Ergebnis.

Hat jemand eine Idee?

Brauchen die Halbwellen auch ein Gegengewicht? Das fehlt natürlich aktuell, dagegen spricht aber, dass das SWR mit 1:1,5 ok ist.

Danke im Voraus!
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon guglielmo » Fr 7. Apr 2017, 09:00

Ich verweise mal auf die Montageanleitung.

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/925000-949999/930337-an-01-de-CB_STATIONSANTENNE_GPA_27.pdf

Das steht z.B. etwas von Erdung. Mich würde es nicht wundern, wenn die Erdung nicht nur der elektrischen Sicherheiheit dient, sondern auch das Empfangs- und Abstrahlverhalten deutlich verbessert. Außerdem sollte die Installation nicht von Laien durchgeführt werden.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon ompaul » Fr 7. Apr 2017, 10:23

guglielmo hat geschrieben:Mich würde es nicht wundern, wenn die Erdung.....auch das Empfangs- und Abstrahlverhalten deutlich verbessert.


Mich schon!

Die vorgestellte Antenne ist ein (endgespeisster) Dipol und der braucht keine Erdung oder Gegengewicht zum funktionieren.


- 73 -
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon sunrise16v » Fr 7. Apr 2017, 10:35

Habe ich auch gedacht... Besteht denn die Möglichkeit, dass die Antenne "kaputt" ist? Sie hat ja keine Spule o.Ä.

Wie gesagt dient dieser Aufbau nur einem Test und wird natürlich im Anschluss richtig gemacht.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon DH1FAD » Fr 7. Apr 2017, 10:45

die L/2 transformiert mittels interner Spule 50 Ohm auf 2k Ohm und braucht hierfür natürlich auch ein Gegengewicht, um die Leistung über genau diese Impedanz abzuwickeln.
Holzwand ist daher als Gegengewicht nicht günstig. Am besten an der Halterung 1 oder 2 Radiale (2m70) anbringen und seitlich wegspannen.
Der "Gewinn" dabei liegt aber nur im Bereich von 1 S-Stufe, wenn die Antenne dramatisch schlechter ist, dann ist was anderes faul....

Teste mal mit nem Durchgangsprüfer, ob am PL-Stecker Innen- und Außenleiter miteinander verbunden sind (das wird durch die interne Spule der Antenne erzeugt und ist daher KEIN Fehler der Antenne)...
Zuletzt geändert von DH1FAD am Fr 7. Apr 2017, 10:51, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon hf-doktor » Fr 7. Apr 2017, 10:50

Wie schon geschrieben... ist ein endgespeisster Vertikal-Dipol.... UND BRAUCHT KEIN !!! GEGENGEWICHT...


Wie jede Engespeisste hat sie natürlich Spule(n) im Fuss zur Transformation.

Einfach mal schauen, ob deine Zuleitung ggf unterbrochen ist. U.U. kann dir trotz einer Unterbrechung ein "schönes" SWR am Kabelende vorgegaukelt werden.
Am Kabelende muss zwischen Innenleiter und Aussenleiter ein "Kurzschluss" (Durchgang) festzustellen sein... sofern die Stecker richtig montiert sind.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon DH1FAD » Fr 7. Apr 2017, 10:53

jetzt hat er´s gleich doppelt.... :D

aber die Sache mit dem Gegengewicht ist leider nicht ganz richtig.
Das Gegengewicht ist wegen der hohen Impedanz von 2k nur halt ziemlich unkritisch, da reicht schon
der Mastfuß, um diese Bedingung zu erfüllen.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon hf-doktor » Fr 7. Apr 2017, 11:55

DH1FAD hat geschrieben:jetzt hat er´s gleich doppelt.... :D

aber die Sache mit dem Gegengewicht ist leider nicht ganz richtig.
Das Gegengewicht ist wegen der hohen Impedanz von 2k nur halt ziemlich unkritisch, da reicht schon
der Mastfuß, um diese Bedingung zu erfüllen.



Falsch !!!
Seit wann braucht ein resonanter Dipol ein HF-Gegengewicht ? Hier spiel es absolut keine Rolle, ob mitten- oder endgespeisst und ob vertikal oder horizontal polarisiert.
> ich verweise mal auf die einschl. Antennenliteratur

Oft werden z.B. diese zusätzlichen Radialkits (Gegengewicht) für L1/2 Vertikals angeboten. Diese verschlechtern nachweislich die DX Eigenschaften, da im Bereich des für den DX wichtigen Erhebungswinkel um (+/-) 50 Grad bis zu 6 dB Dämpfung vorliegt .

Mal ganz am Rande
Spannungsgespeisste (hochohmige) L1/2 Vertikals werden fälschlicher Weise häufig als "Groundplane" bezeichnet.

Zur Familie der Groundplanes zählen aber die niederohmig/stromgespeissten Vertikals wie L1/4 oder L5/8...
Hier ist/sind IMMER ein Gegengewicht -i.d.R. resonante L1/4 Radials- erforderlich
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon sunrise16v » Fr 7. Apr 2017, 12:33

Hallo,

wie gesagt, der Empfang ist so grätotg, dass ich eine Station, die ich direkt neben der Antenne unten im Auto mit S4 und R2-3 höre, mit der GPA wirklich nur leise zu erahnen ist.

Was ich vergessen habe zu Erwähnen, ich habe mit der Antenne oft Matsch von S7. Mit einer anderen ist davon nichts zu hören/sehen.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon guglielmo » Fr 7. Apr 2017, 12:45

Zitat:
"Die vorgestellte Antenne ist ein (endgespeisster) Dipol und der braucht keine Erdung oder Gegengewicht zum funktionieren."
Uiuiuiui. Dat hat aber wieder der Aberglauben gnadenlos zugeschlagen.

Der Unterschied zwischen einer sog. endgespeisten Antenne und einem klassischen Horizontal- oder Vertikalstrahler ist der Folgende.
1. Eine Halbwellengroundplane oder ein Halbwellendipol bringt sein Gegengewicht bzw. seine Masse gleich bautechnisch mit.
2. Eine endgespeiste Antenne sucht sich ihren Masse selber.

Die endgespeiste Antenne sucht sich nicht nur ihre Masse sondern sie findet sie im Allgemeinen auch. Manchmal ist man verblüfft welche Gegenstände auf einmal anfangen, angeregt von einer solchen Antenne, HF abzustrahlen bzw. zu schwingen und dabei knackige Stöhrungen verursachen oder aber auch selber Störungen einfangen. Daher ist man gut beraten einer solchen Antenne einen vernünftigen Reflektor wie z.B. eine Karosserie oder ein Blechdach anzubieten. Durch Induktion entstehen Wirbelströme die gewissermaßen das eine Antennensegment spiegeln und somit die Antenne zu einer kompletten Antenne ergänzen.

Nun könnte man ja den Spieß einfach umdrehen und mir erzählen das mein Statement ebenfalls auf Aberglauben beruht. Eine klare Argumentation oder gar einen Beweis bin ich bislang schuldig gebieben. Also versuche ich es zu erklären.

Erste Erklärung:
Eine Antenne ist im Grunde ein Parallelschwingkreis, den man auseinander gezogen hat. Dieser Schwingkreis kann nur schwingen und damit letztlich strahlen, wenn es komplett ist. Schneidet man eine Hälfte ab, verliert er seine Resonanzfrequenz und kann nicht mehr ordentlich arbeiten. Da hilft dann auch keine Impedanzanpassung mehr. Bei einem Halbwellendipol ist die Antenne per se komplett. Bei einer Groundplane übernehmen die Radials die Funktion des "Spiegels". Bei einer endgespeisten Antenne (Lamda/4) muss irgend etwas diese unvollständige Antenne spiegeln und somit komplettieren.

Zweite Erklärung:
Auf einen Leiter der die Länge von einem Viertel der Wellenlänge besitzt, kann sich eine Schwäbung von einem Knoten (Strom oder Spannug) bis zum Bauch komplett ausbilden. Die nötige Umpohlung kann nur dann statt finden wenn sich die Schwäbung über die Länge einer kompletten Halbwelle ausbilden kann. Diese Umpohlung ist wichtig, damit sich die elektrischen und magnetischen Felder ablösen und als Welle im freien Raum ausbreiten können. Gelingt dies nicht, dann wird die Energie nur sehr schlecht abgestrahlt und der Rest wandelt sich in Wärme um.

Resümee: Eine Holzdachkonstruktion als Basis für eine endgespeiste Antenne ist weniger als suboptimal.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon guglielmo » Fr 7. Apr 2017, 13:12

Beitrag wegen CopyRight Bedenken wieder gelöscht.
Zuletzt geändert von guglielmo am Fr 7. Apr 2017, 13:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon hf-doktor » Fr 7. Apr 2017, 13:19

guglielmo hat geschrieben:Zitat:

Der Unterschied zwischen einer sog. endgespeisten Antenne und einem klassischen Horizontal- oder Vertikalstrahler ist der Folgende.
1. Eine Halbwellengroundplane oder ein Halbwellendipol bringt sein Gegengewicht bzw. seine Masse gleich bautechnisch mit.
2. Eine endgespeiste Antenne sucht sich ihren Masse selber.
....

Resümee: Eine Holzdachkonstruktion als Basis für eine endgespeiste Antenne ist weniger als suboptimal.


1. gibt es keine "Halbwellengroundplane"
2. trifft das nur auf endgespeisste, niederohmig bzw. stromgespeisste Antennen zu wie "echte" Groundplanes aka L1/4 und L5/8,
wenn das Gegengewicht fehlt !!!

Ein L1/2 Vertikal Dipol wird spannungs- bzw. hochohmig gespeisst, also im Spannungsbauch. Hier treten keine (ungewollten/unerwünschten) Ausgleichströme auf, die sich ihren Weg (notfalls) über das Kabel suchen müssen !!!

Woher stammen diese Märchen? Verständnisprobleme? Fehlinterpretationen?

Leute... bevor ihr solche Kommentare schreibt... lest mal in der einschlägigen Literatur nach!
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon DF5WW » Fr 7. Apr 2017, 13:34

Der TE kann doch sehr leicht feststellen ob sich was ändert.

Im Normalfall wird die Antenne mit der Masthalterung an einerm ebensolchen befestigt wobei der Mast nach VDE geerdet sein sollte/muss.
Da der TE an Holz montiert hat bräuchte er im einfachsten Falle mal eben einen Draht von 5,5 m mit der Halterung verbinden. Dabei sollte
es zunächst mal egal sein ob der Draht einfach nach unten hängt oder horizontal. Wenn sich nichts ändert stimmt A und wenn sich was ändert stimmt B
ist doch recht einfach zu machen und erfordert nicht viel Testaufwand.

:wink: :wink:
DF5WW
 

Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon DH1FAD » Fr 7. Apr 2017, 13:58

Jürgen, den Test hatte ich (ungewollt) im Garten schon einmal gemacht, als ich eine L/2 restaurierte und mit außenliegendem L versah.
Antenne am Holzpflock (im Sonnenschirmständer) in bequemer Bastelhöhe.
Das SWR war einigermaßen ok, aber sehr von der Lage des Koax abhängig (Mantelwellen? fehlendes Gegengewicht?)

Mit Erdung unten am Sonnenschirmständer (1m in Erde und aus Metall) war das SWR hochstabil, und interessanterweise der Donnersbergrepeater
empfangsseitig besser. Testweise statt Erde ein etwa L/4 zwanglos über das Blumenbeet gelegt, brachte ebenfalls dieses Ergebnis. Scheint also auszureichen.
73, Detlef
Zuletzt geändert von DH1FAD am Fr 7. Apr 2017, 14:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Albrecht GPA 27 miserabler Empfang

Beitragvon ax73 » Fr 7. Apr 2017, 14:00

sunrise16v hat geschrieben:...

Leider ist der Empfang aber absolut miserabel, Stationen, die ich im Auto mit einer kurzen T27 noch mit Radio 2-3 höre, kann ich mit der GPA27 teilweise nichtmal erahnen :-(
...
Hat jemand eine Idee?
...

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