S-Meter für Löwe HF 150

S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Der_René » Di 13. Feb 2018, 20:32

Moin, ich habe ein Löwe HF 150 und wollte dort ein S-Meter nachrüsten. Lieber wäre mir ne schön kleine Tune-LED die je nach Signalstärke unterschiedlich hell leuchtet oder so was wie bei QRP Bausätzen so ein vier - fünf LEDs S-Meter. Muss nur klein genug sein um in Gerät gepflanzt werden zu können. Aber ein Externes analog S-Meter wäre auch gut. Das habe ich nämlich noch. Nun hab ich mir ein nicht invertierenden Operationsverstärker nachgebaut, aber komme nicht weiter.

Der OmAmp läuft soweit, gibt aber eine zu schwache Verstärkung ab. Gemessen mit einem Multimeter gibt er über 2V ab, aber wenn ich das S-Meter MD3 anschließe zuck die Nadel nur wenig. Wenn ich 1.5V direkt anlege schlägt diese aber komplett aus. In der Anleitung von OpAmp steht aber das der im nV arbeitet. Hat einer Erfahrung welche Bauteile getauscht werden müssen um das Ding auf 2V Verstärkung zu treiben?
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon DK7IH » Di 13. Feb 2018, 20:43

Hi,

mit welchem Eingangssignal steuerst Du den OP an? Mit NF aus dem Audiozweig oder mit der im RX erzeugten Regelspannung? Welche Verstärkung hast Du für den OP eingestellt? Falls möglich, könntest Du mal die Schaltung hier einstellen?

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Der_René » Di 13. Feb 2018, 22:17

Ich habe die Regelspannung abgegriffen, die man abgreift und mit einem 470KOhm versieht. Die Anleitung dazu habe ich von http://www.mds975.co.uk/Content/lowe4.html
Ich gebe zu, meine Elektrotechnik Kenntnisse sind begrenzt. Reicht um Bauteile zu identifizieren, Schaltpläne zu lesen und einfache Schaltungen nach zu bauen. Wie ein OpAmp funktioniert, musste ich mich auch erstmal einlesen.

So, was möchte ich tun? Den OpAmp nicht invertierenden arbeiten lassen und eine Ausgangsspannung erzeugen um ein Analog S-Meter zu betreiben was min 1,5v braucht.
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon DK7IH » Di 13. Feb 2018, 23:14

Zuerst: Die Schaltung ist ein invertierender OP (Eingang "-" wird benutzt). Ich denke, dass der Lowe bei starkem Signal die AGC-Spannung verringert (wahrscheinlich um den ZF-Verstärker und/oder die Vorstufe herunter zu regeln). Das muss also so bleiben.

Ich habe allerdings den Verdacht, dass das Problem der Anschluss des S-Meter MD3 an den OP ist: Die Schaltung in dem Link hat eine doppelte Spannungsversorgung (+5V und -5V). Das Drehspulinstrument, das dort verbaut ist, liegt mit dem -Pol aber auf der Mitte der Versorgungsspannung, also auf 0V. In der Schaltung ist das aber nicht Masse. Die liegt auf -5V. Hingegen hat das S-Meter, das Du benutzen willst, wie ich im Internet gesehen habe, eine Zuführung der Messspannung gegen Masse. Wenn Du nun die Masse des S-Meters mit der Masse der Schaltung (-5V) verbindest, wird es u. U. so sein, dass Du den negativen Teil der Spannungsversorgung kurzschließt. Zumindest dann, wenn es noch eine weitere Verbindung zwischen der Masse des S-Meters und der Schaltung gibt, z. B. über eine gemeinsame Spannungsversorgung. Mit einem potenzialfreien Vielfachmessgerät tritt der Fehler dann nicht auf, sondern eben nur bei dem nicht-potenzialfreien S-Meter.

Sollte soweit alles korrekt geschaltet sein, würde ich dann einmal mit einem einfachen Drehspulinstrument wie in der Schaltung gezeigt den Ausgang des OP überprüfen, ob Du einen Ausschlag erhältst, wenn ein Signal empfangen wird. Ich bin sicher, das wird funktionieren. Wenn nicht, kannst Du mit einem Finger mal den +Pol der 12V-Zuführung verbinden und mit einem anderen den Eingang des OP. Bei 470k Gegenkopplung hat der OP einen so hohen Verstärkungsfaktor, dass das Messgerät ausschlagen wird. Nebenbei bemerkt muss der OP eine Ausgangsspannung von fast VDD produzieren, wenn er in die Begrenzung kommt. Die 2V, die Du gemessen hast, sind zu wenig oder der OP ist nicht voll durchgesteuert.

Man könnte den OP für eine einfache Spannungsversorgung umbauen, dazu nimmt man einen Spannungsteiler und einen Abblockkondensator (bei Gleichspannungen im Bereich 10uF <= C <= 100uF) (Link). Dann hast Du aber eine Ausgangsspannung von 1/2 VDD wenn 0V am Eingang des OP liegen. Auch nicht optimal. Eine einfache Transistorschaltung evtl. mit einem einstellbaren Basisspannungsteiler wäre hier wahrscheinlich die bessere Alternative.

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Der_René » Mi 14. Feb 2018, 11:23

Ah okay, ich nahm an des es nicht invertierender weißt, weil ich den Spannungabfall des AGC als positive Verstärkung ausgebe. Gut wieder was dazu gelernt.
(Ich lese Zuhause noch Mal alles in Ruhe durch)

Sorry, das ich da etwas unbeholfen bin.
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Der_René » Mi 14. Feb 2018, 13:24

Ich hatte mir auch schon ein LMV358 gekauft.

https://www.digikey.de/product-detail/d ... _PEALw_wcB

Ist das sowas wie in deinem Link? Wäre es möglich mit sowas zu arbeiten?
Bei mir hängt es halt etwas, weil ich nicht weiß wie ich die Spannungsveringerung von AGC Auswerten soll? Das könnte ich ja soweit Messe (digitales Multimeter) Die Spannung fällt beim Empfang von ca. 2,6v auf 1,53v. Wobei ich vermute das der angezeigte Wert vom Multimeter nicht stimmt, da dieses Billig Geräte nicht sonderlich viel taugen.
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon DK7IH » Mi 14. Feb 2018, 16:57

Der_René hat geschrieben:Ich hatte mir auch schon ein LMV358 gekauft.

https://www.digikey.de/product-detail/d ... _PEALw_wcB

Ist das sowas wie in deinem Link? Wäre es möglich mit sowas zu arbeiten?


So wie ich das sehe ist das die SMD-Version eines LM358 mit einer Standardbeschaltung. Klar, sollte arbeiten, aber der Aufwand ist m. E. zu hoch. Denn an Deiner Stelle würde ich vom OP wegegehen und eine einfache Transistorstufe einbauen. Ich habe Dir mal eine Schaltung aufgezeichnet (aber nur der Teil rechts unten, der Rest ist ein kompletter NF-Teil eines meiner QRP-Transceiver:



Der_René hat geschrieben:Bei mir hängt es halt etwas, weil ich nicht weiß wie ich die Spannungsveringerung von AGC Auswerten soll? Das könnte ich ja soweit Messe (digitales Multimeter) Die Spannung fällt beim Empfang von ca. 2,6v auf 1,53v. Wobei ich vermute das der angezeigte Wert vom Multimeter nicht stimmt, da dieses Billig Geräte nicht sonderlich viel taugen.


Das passt schon. Und diese Spannung musst Du nun der Basis des Transistors zuführen. Fällt die AGC-Spannung ab, sinkt der Basistrom, der Transistor wird hochohmiger und ergo steigt die Spannung am Kollektor und damit der Zeigerausschlag am Messinstrument. Der Verstärker ist ein Inverter, d. h. hohe Basisspannung ergibt kleine Kollektorspannung. Ziemlich einfach und das ohne dass man einen OP benutzen musst. Denn im Grunde benötigst Du gar keine Verstärkung, weil Deine AGC-Spannung schon in etwa im richtigen Bereich liegt. Du musst nur die Charakteristik umkehren, und genau das macht der Invertertransistor. Natürlich muss man noch den 3.3kOhm R im Kollektor verändern und einen Vorwiderstand nach der Längs-Diode einbauen (der dann mit dem 10k R einen Spannungsteiler bildet) und die Sache sollte gegessen sein. Hast Du ein "Breadboard" für einen Probeaufbau?

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Mike India » Mi 14. Feb 2018, 17:33

Mahlzeit…..

Beispiel: Das hier wäre auch noch ne Möglichkeit. http://www.transkommunikation.ch/dateie ... -Meter.pdf

Hatte ich mal vor ? Jahren in zwei Löwe HF-150 eingebaut.

Gruß Rainer
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Der_René » Mi 14. Feb 2018, 17:40

So, als erstes glaube ich daß ich Mist gemachte habe beim Nachbau der Schalten aus dem Internet. Wenn ich nur 12V anlege und die Leitung, die eigentlich 0V haben soll, messe ich dort 5v+ gegen die Masse der Stromquelle. Messe ich nun die Punkte die eigentlich 5V+ und 5V- haben sollen, gegen den Punkt zu 0V, erhalte ich jedesmal eine negativ Spannung von -3,5v und -5v. Gut, Haken drunter und fertig :lol:

Ich werde mich Mal in deine Schaltplan einlesen und die Teileliste erstellen.
Aber bist du dir sicher das die Leistung vom AGC reicht? Ich habe halt gelesen das man gerade deswegen ein OpAmp einsetzen muss?
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon DK7IH » Mi 14. Feb 2018, 18:37

Der_René hat geschrieben:Aber bist du dir sicher das die Leistung vom AGC reicht? Ich habe halt gelesen das man gerade deswegen ein OpAmp einsetzen muss?


Ziemlich sicher. Der Spannungsbereich passt bereits, Du brauchst also, wie ich vorher schon geschrieben habe, keine nennenswerte Verstärkung. Ich gehe weiter davon aus, dass das S-Meter am Eingang einigermaßen hochohmig sein sollte. Ein Schaltung des Teils habe ich aber nicht gefunden. Alles was Du also tun musst, ist den Funktionsverlauf der Spannung umzukehren. Das macht ein Transistor UND verstärkt dabei noch um ca. 15 bis 20 dB. Du wirst also eher zu viel Spannung am Ausgang haben als zu wenig. Vermute ich zumindest. Daher auch meine Idee, einen Vorwiderstand (ich schätze mal zwischen 100k und 1M) vor den 10k zu legen um die Eingangsspannung herunter zu teilen. Auf die Kondensatoren wird man auch verzichten können, im Prinzip wären das dann 5 Komponenten in der Schaltung. Wenn das S-Meter einen hochohmigen Eingang hat, kannst Du den 3.3k am Ausgang der Verrstärkerschaltung so lassen, bei niederohmigem Eingang muss der Wert kleiner werden. Die genauen Werte muss man eben experimentell bestimmen wenn man es nicht rechnen möchte. Daher meine Frage nach der Möglichkeit eines Probeaufbaus.

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Toni » Mi 14. Feb 2018, 20:58

Endlich mal ein Thread ohne blöde Kommentare. :D

Peter, gibt es einen Grund warum Du BC817 verwendest, BC237 würden dort nicht reichen?
Bekommt man ja in jedem "Kaugummiautomaten" ;-)

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Der_René » Mi 14. Feb 2018, 21:22

Toni hat geschrieben:Endlich mal ein Thread ohne blöde Kommentare. :D

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Ich bin für die Hilfe auch super dankbar.

Das S-Meter hat nur ein Poti von ca. 10Kohm und halt das Zeigerinstrument. Wenn dort 1,5v anliegt, kann man es komplett auf S0 zurückdrehen. Selbst die 3V die vom Multimeter kommen, wenn man auf Diodenprüfung stellt, kann man gut runterregeln. Vllt macht es dann den Vorwiderstand überflüssig. Auf jeden Fall hab ich den Löwe HF mit dem MD3 schon Mal zusammen gesehen.
Probeaufbau wäre denkbar. Allerdings erst am WE, da ich zur Teilebeschaffung nach Hamburg muss. 40KM weiter südlich von Hamburg gibt es leider kein Elektronik Laden mehr :lol:
Ich werde mir morgen Mal die Stückliste zusammen schreiben und dann Mal schauen.
Bis hier erstmal besten Dank

Edit: gibt es noch ne andere Bezeichnung für den Transistor BC837?
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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon DK7IH » Mi 14. Feb 2018, 22:28

Toni hat geschrieben:Peter, gibt es einen Grund warum Du BC817 verwendest, BC237 würden dort nicht reichen?


Stimmt. Der Transceiver ist aber (fast) komplett in SMD realisiert, von daher war der 837 eben die allererste Wahl :-)

Rene hat geschrieben:Das S-Meter hat nur ein Poti von ca. 10Kohm und halt das Zeigerinstrument. Wenn dort 1,5v anliegt, kann man es komplett auf S0 zurückdrehen. Selbst die 3V die vom Multimeter kommen, wenn man auf Diodenprüfung stellt, kann man gut runterregeln.


Das Instrument scheint hinreichend empfindlich zu sein, also dürfte es nur darauf hinauslaufen, die Spannungsfunktion zu invertieren. Beschaffe Dir ein paar Trimmpotis im Bereich 0...1k, 0...10k und 0...100k. Dann sollte der Pegel einzustellen sein! Viel Erfolg und berichte die Ergebnisse!

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Toni » Mi 14. Feb 2018, 22:45

Also nur, weil Du mittlerweile die kleinen bevorzugst - ist geschmackssache. :D

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Re: S-Meter für Löwe HF 150

Beitragvon Toni » Mi 14. Feb 2018, 22:46

Toni hat geschrieben:Also nur, weil Du mittlerweile die kleinen bevorzugst - ist Geschmackssache. :D

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