Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Seit ihr mit DMR zufrieden?

Umfrage endete am Do 27. Apr 2017, 16:25

Ja ist soweit i.O. lasst es so
7
19%
Ja ist soweit i.O. aber verbesserungswürdig
4
11%
Nein es gibt besseren digitalen Sprechfunk
6
16%
Nein auch DMR ist schlecht
2
5%
Nein man sollte beim analogen Sprechfunk bleiben
18
49%
 
Abstimmungen insgesamt : 37

Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Fr 7. Apr 2017, 16:25

Da ich seit ca. 3 Wochen im Funkbetrieb auf DMR ab und zu war/bin, ist mir dabei nachfolgendes aufgefallen:
Nachfolgende Zeilen nicht als Kritik auffassen! Es sollen eher Hinweise/Vorschläge sein, die aufzeigen sollen, wo und wie der DMR-Funk auf AFU möglicherweise verbessert werden kann/könnte?!


Mir sind folgende Aspekte/Punkte des DMR-Funks aufgefallen:

Zum einen, sind einige FA schnell dabei, andere FA wegen ihres „Betriebsstils“ zu kritisieren. Ob zu recht oder zu unrecht, lasse ich mal dahingestellt sein.
Nur soviel dazu:
Wir FA sind auf Amateurfunk und damit im Amateurfunkdienst, der u.a. experimentellen Charakter hat. Wir sind nicht auf Betriebsfunk oder gar Behördenfunk, auf dem u.a. Kommandos gegeben werden, bestimmte Vorschriften einzuhalten sind usw…..
Beispiel 1 (was ich so selbst beim zuhören erlebt habe):
Ein OM spricht über die deutschlandweite TG262 mit einem OM der irgendwo in Deutschland unterwegs ist bzw. ruft nach einem OM der (seiner Meinung nach) irgendwo in DL unterwegs ist.
Der OM meldet sich (Rufzeichen wurde zumindest bei mir nicht angezeigt, nur die ID-Nr.) und konnte noch nicht einmal sein jetziges QRA mitteilen, als ein anderer (habe die ID-Nr. Vergessen) dazwischen ruft „Ihr werdet auf 100 und mehr Repeatern gehört, warum wechselt ihr nicht auf eure TG?“ Da kann ich nur den Kopf schütteln…
Hier wäre mal die Frage an den OM erlaubt, der dazwischen gerufen hatte, wie soll der eine OM wissen, wo der andere ist, wenn ihm u.a. seine Fahrstrecke (als Mobilist) nicht bekannt ist? Auf welchem Relais (Repeater) bzw. landesspez. TG, wäre der OM erreichbar?
Das man dazu vorher, auf der deutschlandweiten TG 262 durchruft bzw. mal (bei meinem MD380 geht das; wie es auf anderen DMR-Funkgeräten ist weiss ich nicht?) mit dem „Radio Check“ sieht, ob derjenige QRV ist, scheint einigen FA nicht klar zu sein…

Beispiel 2 (selbst so erlebt):
Ich gehe auf Zeitschlitz (Timeslot) 2, drücke kurz PTT und lese TG9/Ref wird angezeigt. Also ist auf dem Relais (bisher war ich so der Meinung) die lokale TG9 mit Reflektoren geschaltet bzw. offen (könnte auch zu sein, sodass ich sie vorher öffnen muss).
Darauf wollte ich mit einem bestimmten OM sprechen, bei dem ich vorher mit dem „Radio Check“ (siehe vorheriges Beispiel) nachgesehen hatte, ob der QRV (spez. auf dem Relais und dem Timeslot, welcher auch damals war) ist.
Ruft ein FA (ID-Nr. habe ich vergessen) rein und sagt mir im barschen bzw. burschikosen Ton „nimm die 4000 und trenne bzw. schalte die landesweite TG und Reflektoren ab, sodass du nur allein im Umkreis des Relais bist...“
Also so etwas kann man doch in einem freundlicheren Ton sagen bzw. „erklären“ was man besser machen sollte!
Jeder war mal „Anfänger“ in Sachen DMR und auch anderen Betriebsarten des Amateurfunks. Gleich mit der Keule kommen und jeden zurechtweisen, ist nicht die feine Art…

Weiterhin finde ich (trotz aller Gemeinsamkeiten in Sachen DMR), dass Relaistellenbetreiber (Sysop) selbst entscheiden sollten, wo und welche TGs auf den jeweiligen Zeitschlitzen laufen.
Das wird zwar so gehandhabt. Aber (und nur da wird das gemacht wie ich erfahren habe) ist ein Relais im BM-Netz (Brandmeister-Netz) gemeldet, wird die lokale TG9 auf Zeitschlitz 2, nur mit Relais im BM-Netz des jeweiligen Bundeslandes ( z.B. RLP) verbunden, nicht aber mit den anderen Relais der anderen Netze (DMR+ ect.) des gleichen Bundeslandes.
Nutzer die nur bestimmte Relais erreichen können, die dem BM-Netz angehören, können auf der TG9 nur mit OM des gleichen Netzes (BM) sprechen, nicht aber mit OM die im gleichen Bundesland sind, aber auf einem Relais eines anderen Netzes (z.B. DMR+)…
Das ist m. M. nach kontraproduktiv. OM die praktisch vor ihrer Haustüre (möglicherweise mit Antennenverbot) ein DMR-Relais haben, dass dummerweise im BM-Netz läuft, wird regelrecht gezwungen einen (vermeidbaren) hohen Antennenaufwand zu treiben, nur um das Relais im anderen Netz zu erreichen. Umgekehrt evtl. der andere (die anderen) OM um das Relais (im BM-Netz) zu erreichen, bloss weil der eine OM mit seinem „Ortsrelais“ an das BM-Netz „gebunden“ ist und sich nicht weiter (Lokal bis auf die Relais im BM-Netz) verbinden lassen kann.
Oder er wählt die über die jeweilige TG-Nr. Auf Zeitschlitz 1 erreichbare TG des jeweiligen Bundeslandes. (siehe Beispiel 1)
Das war und dürfte aber nicht Sinn und Zweck der beiden Zeitschlitze auf einem Relais sein?

Übertreibe ich etwas? Oder liege ich zum Teil richtig?
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon wasserbueffel » Fr 7. Apr 2017, 17:38

Viele der FA sind noch nicht mal in der Lage Ihre UV5 oder Wouxun zu bedienen....
Geschweige denn ein Digitalgerät.
Und dann noch Codeplug schreiben,auweia..
Viele Geräte sind nicht miteinander kompatibel!!
Dann erkläre Denen erst mal die Unterschiede der 4 (wichtigsten) digital Betriebsarten....

Wird wohl den experimentierfreudigen Leuten vorbehalten bleiben.
Wird sich irgendwann im Betriebsfunk durchsetzen,auch weil die Gewinnspanne bei diesen Geräten größer ist.
In naher Zukunft werden denn keine Analoggeräte mehr hergestellt.
Solange bleib ich jedenfalls bei analog....(ich persönlich hab keinen Vorteil von digital)
Kann ich auch das Handy nehmen,wenn es nur über Internet geht...

Walter
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon DF5WW » Fr 7. Apr 2017, 19:59

Hallo Helmut,

zunächst mal sehe ich bei der Umfrage weiter oben keinerlei Zusammenhang mit dem Text den Du darunter angeführt hast.
Ob also Digi ja oder nein oder evtl. liegt eher beim Betrachter.

Im übrigen ging es bei dem QSO wo ihr gebeten wurdet mit 4000 zu disconnecten auch nicht mal darum wirklich von dem betreffenden
"angepfiffen" worden zu sen ... Problem war schicht und ergreifend das Dein Kollege den Reflector wohl über den TS1 connectet hat und das
ist dann wirklich nicht so prickelnd. Der OM der darauf hingewiesen hat (ich war ja mit im QSO) war m.A. nach auch recht freundlich
und hat in keinster Weise überreagiert sondern lediglich informiert.

Die Handhabung des Betriebes auf den beiden Zeitschlitzen finde ich zudem noch nichtmal schwierig. Bei TS2 geht es um lokale
Verbindungen und solche zu Reflektoren, also TG9 und von da aus weiter zu bspw. Reflector 4013. Da ich ja am QSO (ich meine das wäre
es gewesen wo dann der Einwand aus eurer Region kam) hatten wir QSO über die Reichweite eures Relais hinweg und von daher war das
soweit alle i.O. Wie gesagt hatte der andere Kollege wohl über TS1 zugeschaltet (u.U. sogar ihr beide ?) und das dann der Einwand
kam ist ja ganz i.O. Wie gesagt war der m.A. nach recht freundlich und keinesfalls Anmache.

Was die obige Umfrage betrifft habe ich, in der Zusammenstellung, keine Meinung. Ist mir zu oberflächlich weil es dazu sicher noch
etliche Andere Meinungen gibt. Von daher kein Klick bei einem der Umfragepunkte.

:wink: :wink:
DF5WW
 

Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Sa 8. Apr 2017, 17:32

DF5WW hat geschrieben:Hallo Helmut,

zunächst mal sehe ich bei der Umfrage weiter oben keinerlei Zusammenhang mit dem Text den Du darunter angeführt hast.
Ob also Digi ja oder nein oder evtl. liegt eher beim Betrachter.


Hallo Jürgen, die Umfrage habe ich bewusst vom nachfolgenden Text herausgelassen, um herauszufinden,
ob und wie bis dato DMR aufgenommen worden ist oder Verbesserungen das ganze noch etwas "steigert".
DF5WW hat geschrieben:Im übrigen ging es bei dem QSO wo ihr gebeten wurdet mit 4000 zu disconnecten auch nicht mal darum wirklich von dem betreffenden
"angepfiffen" worden zu sen ... Problem war schicht und ergreifend das Dein Kollege den Reflector wohl über den TS1 connectet hat und das
ist dann wirklich nicht so prickelnd.

Konnte ich damals und bisher so nicht nachvollziehen. Mein Kollege hatte damals (soweit ich noch weiss) auf TS 2 eingeloggt, denn auf TS1 lief schon ein QSO.
Ausserdem: Hier finde ich, findet irgendwie keine Trennung statt (sofern das möglich ist z.B. von 4013, also Regional auf TS1 zu connecten). Ich habe des öfteren welche auf TS 1 gesehen, die sich mit (über?) TG 9 Regional in den TS 1 connectet hatten und damit in QSO z.B. auf TG91 WW gekommen sind.
Liegt das an dem jeweiligen Netz (DMR+, Brandmeister ect.) bzw. Relais oder an den Funkgeräten?
DF5WW hat geschrieben:Der OM der darauf hingewiesen hat (ich war ja mit im QSO) war m.A. nach auch recht freundlich
und hat in keinster Weise überreagiert sondern lediglich informiert.

Wie gesagt, das liegt im Auge des Betrachters. Mir hat das gar nicht so gefallen, wie der gesprochen hat und das schlussendlich rüberkam.
Es wäre m. M. nach,schon etwas feinfühliger das Ganze zu nennen, möglich gewesen.
Jürgen, nicht alle FA auf den Bändern sind (so mein Eindruck) auf bestimmte behinderte Personen (Ausnahme Sehbehinderte) eingestellt.
Hier sehe ich Nachholbedarf, gerade wenn man den Gegenüber nicht sieht, sondern nur hört und mit ihm spricht.
DF5WW hat geschrieben:Die Handhabung des Betriebes auf den beiden Zeitschlitzen finde ich zudem noch nichtmal schwierig.

:wink: :wink:

Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist der, wenn OMs im Hintergrund die Reflektoren bzw. TGs nach ihrer Art einstellen (connecten) und wir als die, welche gerade das Funkgerät eingeschaltet haben
um z.B. auf TS 2 ein QSO regional führen zu wollen, plötzlich ohne Vorwarnung (durch das Relais beispielsweise) mit (über) einem (n) Reflektor in einem weltweiten QSO auf TS1 landen....
So letztens geschehen (habe nur zugehört) als ein OM plötzlich auf TS1 war, sich aber über TS 2 in seiner Region wähnte und von einem (diesmal in einem freundlichen Ton auf Englisch) ausländischen OM hingewiesen wurde, im TS 1 "gelandet" zu sein. Der andere OM entschuldigte sich und war weg.
"Geht doch" musste ich in Gedanken sagen...

Hier ist (so meine ich) Verbesserungsbedarf.
Ob bei den Relais, bei den Netzen im allgemeinen (kann man da etwas verbessern?), um solche Situationen zu "vermeiden"?
Oder hängt es vielmehr an den Nutzern, die sich nicht (noch nicht richtig) auskennen?
Fehlt eine "Betriebsfibel" für DMR-Funkbetrieb, so wie es Bücher für Antennen (Rothammel) gibt? :clue:
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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Funky » Do 13. Apr 2017, 15:51

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Re: Funkbetrieb auf DMR und das Drumherum

Beitragvon Yaesu FT857D » Mi 19. Apr 2017, 16:15

Hier mal der Hinweis von mir:
Alle die nur PTT auf DMR drücken sei gesagt, dass deren ID-Nr. oder das Rufzeichen angezeigt wird!
Sei es, ob über DV4Mini, Hotspot oder direkt mit einem Funkgerät....

Ich musste in den letzten Tagen beobachten, dass vielfach auf Zeitschlitz 1 nur die PTT gedrückt wurde.
Es ist nur unschön, wenn gerade zu dem Zeitpunkt z.B. die TG91 WW geschaltet ist und weltweit hunderte Relais sich dann öffnen...
Ein bisschen bessere Beobachtung, welche QSOs vorher gelaufen sind bevor man drückt, wären hier angebracht.
Oder drückt ihr einfach auf irgendeiner Amateurfunkfrequenz rein, ohne vorher zu fragen, ob diese Frequenz belegt ist bzw. hört wenigstens mal 1-2 Minuten rein?
73, Helmut DO1TBP
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