Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon Yaesu FT857D » So 12. Mär 2017, 12:49

Man kann es nehmen wie man will. Aber ich hatte und habe das Thema mit dieser Warnjacke, als Beispiel für die „Verkaufsstrategie“ sowie die Auslegung der Garantie inkl. Rückgabepraxis, so mancher Konzerne/Firmen und Hersteller hier mal eingebracht.
Auch auf dem Gebiet/Bereich Funk (siehe u.a. PLC) wird das immer mehr.
Das so mancher derjenigen, die mit dieser „Verkaufsstrategie“ nicht in Berührung gekommen ist bzw. das ignoriert (insbesondere die Folgen), dann hier und in anderen Funkforen „jammert“, dass die Behörde BnetzA nicht mehr dagegen tut, dass die Industrie u.a. PLC-Geräte immer mehr in den Markt drückt, dass der Gesetzgeber mit Gesetzen (u.a. dem EMVG) gegen solche Praktiken der Industrie/Hersteller nichts unternimmt, wurde durch einige Kommentare deutlich.
Auch das Leute wie ich, die so etwas ( und anderes) anprangern, werden entweder als „Lügenpresse“ tituliert, oder (wie hier geschehen) als Drogensüchtiger, Verschwörungstheoretiker hingestellt.
Das nimmt in den letzten 10-15 Jahren seit es Fratzebuch, Tweets und Foren gibt, immer mehr zu! (meiner Meinung nach)

Zur Verdeutlichung der Problematik, mal ein Beispiel aus dem Bereich Funk:
Nehmen wir mal ein PLC-Gerät (ob mit oder ohne Notchfilter ist egal) , das von einem Funklaien im Fachhandel gekauft wurde.
Der nimmt das Teil in Betrieb. Einige Tage später, steht die BnetzA vor der Tür und will das Teil als Störgerät des KW-Funks (CB, AFU, Rundfunkempfang ist vorläufig egal) ausgemacht haben.
Die BnetzA prüft das Gerät. Es hat CE-Zeichen, wurde ordnungsgemäss in den Bereich der EU und damit Deutschland eingeführt.
Nun will und muss der Inhaber dieses PLC-Gerätes, trotzdem dieses an den Fachhandel zurückgeben, da es offensichtlich (die Funkstörungen die es macht sind quasi ein Mangel) einen Mangel hat.
Der Fachhandel nimmt das Gerät (Warnjacke) nicht zurück, weil die Störungen des PLC-Gerätes (die Zipper am Reissverschluss bzw. der Reissverschluss der Warnjacke der nicht richtig funktioniert, Druckknöpfe bleiben nicht zu) keinen Mangel für den Hersteller darstellen und somit eine Rücknahme ausgeschlossen ist.

Was macht nun derjenige mit dem PLC-Gerät?
Inbetriebnahme des Gerätes? Bringt ihm evtl. einen weiteren Besuch der BnetzA bzw. die Privatklage eines Nachbarn ein, dessen Rundfunkempfang dadurch gestört ist.
Verkauf des Gerätes? Wer kauft einem so ein Gerät ab, wenn hinlänglich in Foren wie diesem hier, davor gewarnt wird? (dürfte bei meiner Warnjacke des Herstellers auch sein, sonst würden nicht ca. 70 % der Warnjacken dieses Herstellers in Ebay nur selten verkauft werden)
In die Elektroschrott-Tonne und damit ca. 70-100 Euro ??
Den Hersteller auf Rückgabe verklagen? Für die Summe?

Fast das gleiche, hat man letztes Jahr bei dem VW-Dieselskandal gesehen.
Da hätte eine Klage auf Erfüllung des Kaufvertrages evtl. Rückgabe und Teilerstattung des Kaufpreises Erfolg gehabt (siehe Käufer in den USA, nur die bekommen das nun zum Teil erstattet)

Weitere (Gegen)Beispiele erspare ich mir.

@Rolf (KLC):
Danke für deine Worte! Sie drücken zum Teil das aus, was ich mit den obigen Zeilen nachgeholt habe.
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Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon DocEmmettBrown » So 12. Mär 2017, 12:57

Yaesu FT857D hat geschrieben:Das war/ist ein Fachhändler hier in der Stadt, der Markenware an Bekleidung, Werkzeuge, Maschinen usw. hauptsächlich an Beschäftigte in verschiedenen Branchen verkauft.
Was mir nicht ganz einleuchtet, ist, daß Du die Jacke bei dem Händler nicht anprobiert hast. Dann wäre das mit den hakeligen Zippern (gibt's dafür kein deutsches Wort?) doch sofort aufgefallen.

Bei Reißverschlüssen gibt es unterschiedliche Systeme. Manche davon haben eine durchaus sinnvolle eingebaute Sicherung, damit sie sich nicht von selbst öffnen können. Um die Sicherung zu übergehen, muß man an dem Griff des Zippers etwas nach oben ziehen - dadurch hebt sich im Zipper eine kleine Blattfeder mit einem Häkchen an und er läßt sich ganz leicht verschieben. Läßt man den Zippergriff am Ziel los, senkt sich innen die Blattfeder mit dem Häkchen wieder und rastet in die Reißverschlußzähne ein. Einfach mal mit Licht und Lupe schauen, ob es genau dieser Typ Reißverschluß ist. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
Bild

Was die Druckknöppe betrifft: Man kann den weiblichen Teil mit einer Flachzange etwas zusammendrücken (gefühlvoll!), dann heben die auch.

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Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon Yaesu FT857D » So 12. Mär 2017, 13:29

DocEmmettBrown hat geschrieben:
Yaesu FT857D hat geschrieben:Das war/ist ein Fachhändler hier in der Stadt, der Markenware an Bekleidung, Werkzeuge, Maschinen usw. hauptsächlich an Beschäftigte in verschiedenen Branchen verkauft.
Was mir nicht ganz einleuchtet, ist, daß Du die Jacke bei dem Händler nicht anprobiert hast. Dann wäre das mit den hakeligen Zippern (gibt's dafür kein deutsches Wort?) doch sofort aufgefallen.

Daniel, zuerst einmal, ich hatte die Jacke anprobiert (musste erst bestellt werden, da in der Grösse nicht da; die haben sowieso ganz wenig am Lager liegen, auch Werkzeug und Co).
Beim Anprobieren funktionierte das Ganze noch. Erst später, so beim dritten mal, ging es nicht so wie am Anfang. Selbst die Helferin bei meinem Zahnarzt, konnte letzte Woche (die hat auch eine Jacke mit doppelten Zippern wie bei meiner) mir die Jacke nicht richtig öffnen. Ich musste die Jacke über den Kopf ziehen, um da raus zu kommen.
Beim Händler selbst am Freitag (als ich die Jacke deswegen zurückgeben wollte) konnte der eine Mitarbeiter es auch nicht :lol: und musste es von einem Kollegen machen lassen.
Klar der kannte das "System" durch mehrere Verkäufe vermutlich und sagte "Was wollen sie, es geht doch...."
Aber ICH als Käufer muss damit umgehen können und das auf Jahre hinaus...! Bei meiner letzten hatte ich 6 Jahre ohne Probleme den (mit einem Zipper) Reissverschluss auf und zu bekommen.

DocEmmettBrown hat geschrieben:Bei Reißverschlüssen gibt es unterschiedliche Systeme. Manche davon haben eine durchaus sinnvolle eingebaute Sicherung, damit sie sich nicht von selbst öffnen können. Um die Sicherung zu übergehen, muß man an dem Griff des Zippers etwas nach oben ziehen - dadurch hebt sich im Zipper eine kleine Blattfeder mit einem Häkchen an und er läßt sich ganz leicht verschieben. Läßt man den Zippergriff am Ziel los, senkt sich innen die Blattfeder mit dem Häkchen wieder und rastet in die Reißverschlußzähne ein. Einfach mal mit Licht und Lupe schauen, ob es genau dieser Typ Reißverschluß ist. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:
Bild

Was die Druckknöppe betrifft: Man kann den weiblichen Teil mit einer Flachzange etwas zusammendrücken (gefühlvoll!), dann heben die auch.

73 de Daniel

Daniel, ich werde dir mal in einer PN ein Bild des Reissverschlusses schicken und den Händler nennen. Du wirst erkennen, dass dieser doppelte Zipper nur mit vieeel Geschick sofort sich einhängen lässt und ohne das der andere Zipper (der welcher unten bleiben soll) nicht sofort wieder aufgeht....
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Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon Holgi » So 12. Mär 2017, 14:05

DANKE HELMUT! DANKE MÄNNER!

Ich hab mich in den letzten Wochen selten so gut unterhalten gefühlt! :dlol:

Und nun raus, an die Frühlingsluft!

PS: Meine Funktionssocken haben nach 3 Jahren ein Loch. Ich halte das für ein sicherheitsrelevantes Bekleidungsstück. Was wenn jetzt der große Zeh offen liegt und ich mir eine Blase laufe? Meine Klage beim Hersteller wurde ignoriert. Wo bleibt die EU, wo bleibt der DARC? Solche Socken werden auch von Funkamateuren getragen?!

Und stinken tun die Dinger auch mittlerweile?!

73s, Holgi :lol:
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NEU: Jetzt NOCH freundlicher gegenüber beratungsresistenten Usern!
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Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon DD1GG » So 12. Mär 2017, 14:07

Auslüften gehen..oder Helmut geben..als Suppeneinlage :mrgreen:
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Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon Silverstar01 » So 12. Mär 2017, 14:43

:think: Und sonst habt ihr keine Probleme mit eurem "Zipperlein"
Geht mal lieber nach draußen an die frische Luft, da kommt ihr auch mal wieder auf klare Gedanken im Oberstüble gelle :wink:
Ansonsten hilft nur noch eins, zum :dlol: :dlol: :dlol: gehen in den Keller...
:wall: Oh je die Russen kommen... :seufz: jetzt aber schnell weg!
Silverstar01
 

Re: Warnjacke von Markenhersteller mit Mängeln

Beitragvon DocEmmettBrown » So 12. Mär 2017, 20:54

Holgi hat geschrieben:PS: Meine Funktionssocken haben nach 3 Jahren ein Loch. Ich halte das für ein sicherheitsrelevantes Bekleidungsstück.
Du wirst es nicht für möglich halten, aber meine haben schon beim Kauf je ein Loch. Ich steck' da immer den Fuß rein! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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